Klar lebt man auch auf Djerba ein normales Leben, und nicht jeden Tag hat man Zeit und Lust auf besonderes. Aber wenn man es…nein, wenn ich es will, dauert es nur Minuten, und ich bin raus aus dem Alltag.
Diese Fischerhütten am Meer am Flughafen, wie sieht es denn da eigentlich aus?
Leiderkann ich mit dem Phon nicht näher dran, aber die Flamingos stehen hier rum und unterhalten sich. Lautstark!
Eine Kurve weiter freut sich der Hund, er kann rennen,Sidi Jmur, Strand ohne Ende.
Sidi JmurWoopy on AirSidi Jamur
Und da kommt wieder der Moment: wie andere Einheimische auch, setze ich mich an den Strand, und bin ergriffen von so viel Schönheit.
Man hört sie,man riecht sie, man sieht die Schönheit auf jedem Meter. Und wieder der Moment dankbar zu sein, Für das Gefühl: wir sind dabei….wir sind hier!
Und wenn man sich einfach nur hinsetzt,kommen de Katzen, Hunde und andere Menschen….alle sind freundlich,und ich fahre mit einem grossen Glücksgefühl in die Villa MuM zum Frühstück!
Bevor ich Euch meine Geschichte weitererzähle, nehme ich Euch ab und zu mit….in meinen Tag, Lust?
Fischerhütte
Freut mich sehr.
Damit werden Oktopussys gefischt
Heute Abend hatte ich Lust noch ein bisschen ans Meer zu gehen, der Tag war voll mit Alltag, da tut das gut.
Ich verstehe jeden, der Djerba nicht mag, es gibt Müll, esgibt wilde Hunde, ud esgibt natürlich auch hier nicht nur nette Menschen.
Aber, es gibt überall sehr viel Schönheit, Natur,und fremde Leute, die lächeln und winken…da kann man sich nur freuen.
Ein ganz liebes Mädchen, leiderkann ich nicht jeden Hund einsammeln….schade
DerSonnenuntergang ist hier immer etwas besonderes,und während die Touristen meist in den Hotels bleiben,sieht man viele Djerbi, die sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen.
Wir waren ja nun fast 3 Jahre mit wenigen Unterbrechungen im Wohnmobil unterwegs…von Sizilien bisKaliningrad und von Südspanien bis Dubrovnik… schön war es überall, verliebt habe ich mich in Sizilien, die grösste Überraschung war Danzig.
Sizilien
Bleiben wollten wir nirgends.
Danzig
Im Nachhinein wissen wir gar nicht mehr so genau, wann der Plan, Deutschland zu verlassen entstanden ist. Aber ich hasse Vergewaltigungen…. Ich möchte mit Mitte 60 nicht gezwungen werden, mein Haus für aberwitzige Summen energetisch zu sanieren, und die Heizung war gut, warum zwingt man mich, eine neue einzubauen?
Egal…. Wir wollten weg. Weg Richtung Sonne und Meer.
Djerba
Die Wahl war nicht schwer, Tunesien gefiel uns immer, Djerba noch viel besser. Also machte ich ein paar Maklertermine und wir flogen los. Klar war nur: wir schauen mal!
Djerba
Wir schauten etwas 20 Objekte an, vieles war schön, aber nur eines war für uns perfekt! Und so geht manchmal etwas im Leben sehr schnell, wenn es passt. Wir haben unser Traumhaus Donnerstags besichtigt und Freitags gekauft.
Jetzt habt ihr über 1 Jahr nichts von mir gehört, ein Jahr, in dem unglaublich viel passiert ist!
Aber von Anfang an: wir starteten planmässig zu einer 2 monatigen Italienreise im September 22 und kamen? Bis Basel!
Der zweite Motorschaden nach nur 60000 km! Also mit dem Mietwagen zurück nach Hause, der Adac übernahm ein knappes Drittel, toll. Und dann begann das Warten, ich erspare euch die Einzelheiten, aber der Adac brauchte tatsächlich 3 Monate, um das Womo von Basel nach Karlsruhe zu bringen.
Und als es da war, liessen wir es reparieren und haben es verkauft. Wir hatten einfach keine Lust mehr.
Und damit beginnt ein verblüffend neues Kapitel in unserem Leben …
Weil es hier so ganz besonders ist, mache ich etwas, das ich sehr selten mache: einen ganzen kurzen Bericht über ein einzelnes Gebiet, ich hoffe es gefällt euch so gut wie mir.
Lost Places? Nein, der Zahn der Zeit
Da wir hier nur quasi auf der Durchreise waren, kann ich nur erzählen wie meine Eindrücke waren, und was man machen könnte. Durch Monis Rehazustand wollten wir weder mit dem Roller noch mit einem Kanu durch die Gegend fahren, und zu Fuss war leider die Brücke vom Stellplatz ins Naturschutzgebiet gesperrt.
Der Stellplatz liegt zwischen Fischereihafen und privaten Booten und ist wirklich schön. Er kostet 10 Euro und wird, soweit ich das sehe, von Mitgliedern der Marina betreut. Strom kostet 5 Euro, ist bei uns aber leider ausgefallen. Zum Duschen kann man sich wohl gegen Gebühr einen Schlüssel holen, haben wir aber nicht gemacht. Im Ort gibt es in 300 M Entfernung einen kleinen Supermarkt, der alles hat , was man braucht, auch einen passablen offenen Wein!
Einer der schönsten freien Strände ist ganz im Norden des Parco Regionale del Delta del Po Emilia-Romagna, nämlich in Gorino. Hier kann man mit einem Boot zur Isola dell’Amore übersetzen und sich am Fuße des Leuchtturms sonnen. Es gibt wohl auch Shuttle Boote! ….lach …Höhrensagen…
Ganz besonders möchte ich euch das Restaurant Uspa in der Hauptstrasse ans Herz legen, wir haben selten so hervorragend gegessen, einzig die Desserts sind eine Katastrophe. Fisch und Muscheln sind dagegen nicht zu toppen!
Ristaurante Uspa
Es ist besonders interessant so ganz aus der Nähe die Arbeit von Fischern und ( heisst das so?) Muschelfischern zu beobachten. Es sind sicher über 100 kleine und mittlere Boote, wenn die zurückkommen, wartet an jedem Liegeplatz ein Lieferwagen, der odie frischen Fische transportiert. Es ist aber auch eine grössere Pack und Verladestation da, wo grosse Kühllaster beladen werden.
Vongole
Am Ortseingang steht, dass der Ort der Mittelpunkt der Vongole ist…am Kreisel steht auch ein Muscheldenkmal. Da war ich natürlich genau richtig…wo doch nach wie vor Spaghetti Vongole zu meinen Leibspeisen gehört. Hier im Uspa waren die winzig, keine grösser als ein kleiner Fingernagel.
Am Hafen startet ein kleines Ausflugsboot ins Delta, mehrmals täglich, und vom Deich ein normaler Dampfer, um die Gegend und die Vogelwelt zu sehen. Es gibt auch Flamingos, überhaupt erinnert die Gegend an die Camargue.
Wir kommen sicher wieder und machen dann dieAusflüge, die wir diesmal nicht machen konnten…. Sehr erholsam ist die Gegend allemal. Unter anderem ist Ferrara nur 5o Km entfernt, auch das lohnt sich. Comacchio schliesst sich direkt an. Das Wird als kleines Venedig bezeichnet, was Unsinn ist, aber es ist eine Nette Stadt, wenn man nicht gerade wie wir, zum Aalfest kommt…da ist es überfüllt ( ich habe hier auf Mattiontour einen Bericht und Bilder)
Unsere Frühsommerreise sollte dieses Jahr ins Gargano führen, also mal eine Reise mit Ziel. Genug Zeit hatten wir eingeplant, 3 Etappen zu je 500 Km sind ja gut machbar.
Erste Etappe Lago Maggiore, klappte schon mal nicht, weil ich kurz hinter dem Gotthard müde wurde…also Essen, Trinken, Schlafen auf dem Lkw Warteplatz bei Biasca, da stehen wir sehr gerne,man kann mit dem Hund an den Fluss und planschen… und schläft recht ruhig.
Am nächsten Tag war es dann nur noch eine knappe Stunde an den See…entspannter Tag! Aber Canobbio voll, also weiter nach Verbania, der Platz liegt nicht am See, aber wir mögen ihn. 12 Euro mit Strom und reichlich Platz…zu Fuss 15 Min zum See und an die Promenade. Alles bestens. Und wenn wir schon mal da sind bleiben wir 2 Nächte, uns drängt ja niemand.
Verbania
2 Genusstage, lecker gegessen, gut getrunken, was will man mehr?
Rimini
450 Km weiter nach Rimini. Nein, nicht an den Strand, das ist ein irrer Albtraum, aber die Stadt ist unaufgeregt hübsch und es ist ein Markt, auf den wir unbedingt wollen. Klar bleiben da auch ein Paar vollkommen überflüssige Schuhe hängen, Tischdecke, Strandtücher…was man eben alles so gaaanz dringend braucht. Der Stellplatz ist ein grosser Parkplatz, der allerdings den Vorteil hat, unglaublich zentral zu liegen.
Rimini Schuhe
Die letzten 460 Km führen uns auch schon ins Gargano. Erstes Ziel ist die Calenella Bucht, die kennen wir schon, toller Strand netter Platz und Hund erlaubt. Eigentlich ein Traumplatz. Mit Einschränkungen. Es wird mit Wlan geworben, dass nicht funzt. Der Strom ist so schlecht dass der Kühlschrank nicht kühlt. Und sogar die kalten Strandduschen kosten extra! Trotzdem ist es für uns ein Wohlfühlplatz, den wir sehr geniessen.
Calenella Bucht
Das Leben ist behaglich, ich fahre mit der E Vespa jeden Tag zum einkaufen…mal nach Rodi, wo es einen kleinen aber sehr feinen Bauernmarkt gibt, Selbsterzeuger verkaufen täglich Obst und Gemüse und es gibt einen guten Fischwagen.
Die Brunnen in Rodi werden noch genutztCalenellaBauernmarkt
Oder ich rollere nach Peschici, das ist durch einige Haarnadelkurven für mich als Rollerneuling eine echte Mutprobe. Wäre es nicht zu peinlich, wäre ich am liebsten abgestiegen und hätte geschoben…aber nach einigen Versuchen schaffte ich es dann auch, fast italienisch im Schrittempo durch die Kurven zu sausen. Wobei ich sagen muss, dass die Italiener wesentlich rücksichtsvoller Auto fahren, ich wurde nie geschnitten oder bedrängt, das kenne ich aus Deutschland anders!
Peschici
Nach den ersten Tagen wird mir dieFaulheit langweilig…ich mache eine kleine Wanderung nach Vico….morgens Früh los, da. Ist es noch nicht zu heiss… Das Städtchen liegt auf knapp 470 Meter Höhe, ich starte bei Null am Strand. Es sind nur 6 Kilometer, also ganz locker. Dachte ich. Erstens gibt es Wege, die so steil sind, dass man kaum stehen bleiben mag,weil man sonst nicht mehr in Schwung kommt, oder Angst hat umzukippen. Dann hat der bescheuerte Matti natürlich nix zu trinken dabei, es hat ja auch nur 30 Grad. Die ersten Häuser tauchen auf…ein Md Markt, da kommt der jäger und Sammler durch…ich geh einkaufen. Mit einem grossen leeren Rucksack. der ist danach voll und schwer. Aber ich habe Wasser gekauft und es geht ja bergab! Bähm…. steil bergab…mir schlottern nach dem ersten Kilometer schon die Knie. Vielleicht sollte ich. Bei solchen Aktionen demnächst doch etwas vorsichtiger sein? QUATSCH kaum 11.30 und ich bin wieder am Strand. Bissel zittrig, aber stolz als hätte ich den Vesuv erklettert. Ganz schön bescheuert.
Der Weg ist das Ziel: Vico Garganico
Abends kommt der Chef mit seinem Hiwi zum kassieren….ich zahle 5 tage…nochmal 5…eigentlich wollen wir nach Vieste weiter…nochmal 3 Tage…wollen wir wirklich weiter? Nochmal 4 Tage… das hatten wir noch nie, wir kamen einfach nicht weg. Aber schön wars.
KapernSalicorn im Rosotto
Auf der Rückfahrt mussten wir unbedingt Samstags nochmal zum Markt nach Rimini, für meine Lieblingsschwägerin Heidi eine Tischdecke… hatten wir nicht dran gedacht…
Nächste Etappe? Ratlos..Lustlos…nicht an den Lago Maggiore… unsere Kinder sind mit ihren Kindern auf Marina di Venezia, könnten wir doch mal kurz 3 Tage hin? Denkste!! Ab Juli 7 Tage Mindestaufenthalt und pro Nacht 75.- Euro. Sorry, eher friert die Hölle zu…grrr….NEIN
Aber nun, was tun? Ich schau auf Google Maps …ups: Podelta! Soll öde sein, aber sieht grün aus! Und es gibt nen Stellplatz imHafen…Top… Der weg zieht sich endlos, aber wir kommen an, der Stellplatz ist fast leer, kein Wunder, man könnte in das Naturschutzgebiet Richtung Meer wandern, sieht toll aus, wenn? JA, wenn nicht die Brücke wegen Bauarbeiten gesperrt wäre.
Goro
Also geniessen wir einfach nochmal das gar nix tun, gehen wirklich traumhaft gut essen…der Ort gilt als Zentrum der Vongole es sind hunderte von Booten die Fisch und Muscheln bringen…und das ist wirklich superlecker…
Nun sollten wir allmählich Richtung Heimat….vielleicht mal wieder auf den Gotthardpass übernachten? Wäre doch nett! Monis Handy blinkt: sms vom Nachbarn, Ihr müsst sofort nach Hause, das Auto muss weg, morgen wird die Strasse aufgerissen. Super. Also gegen alle guten Vorsitze doch mal wieder 900 Km am Stück.
Und die Moral von der Geschichte? Es kam zwar alles etwas anders als gedacht, wir waren das erste Mal sehr lange an einem Ort, und mussten dann doch sehr plötzlich nach Hause…aber es war eine wunderschöne Reise!!
Sehr schnell und nur in einer Pfanne geht dieses leckere Campinggericht!
Spitzkohlpfanne
1 Spitzkohl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 El Tomatenmark
400 G Rinderhack
Hack in etwas Öl anbraten, Zwiebelwürfel und Knoblauch dazugeben. Tomatenmark unterrühren und den kleingeschnittenen Kohl zugeben. Alles kurz anbraten und den Deckel für 5 Minuten drauf! Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, Kümmel und etwas Estragon. Sehr lecker mit Brot!
Ein superschnelles Campingessen, das zu meinen Leibgerichten zählt möchte ich euch gern empfehlen!
Vongole bekommt ihr mittlerweile sogar im Supermarkt, ja nach Grösse und Farbe heissen sie unterschiedlich, welche man nimmt ist egal, die ganz kleinen sind fast leckerer, aber mehr Mühe beim Essen ist nicht jedermanns Sache.
Für 2 bis 4. Personen braucht ihr:
2 Knoblachzehen
400 g Spaghetti, hier nehme ich dünnere mit 5 Minuten Kochzeit
glatte Petersilie
Salz und Pfeffer
500 Gramm Vongole, mindestens!!
Und bitte KEINEN KÄSE
Vongole waschen und beschädigte oder offene wegwerfen. Aufpassen: wenn sie trocken liegen sind die oft offen.. drum müssen sie ins Wasser, dann gehen sie zu, die da noch offen sind sind tot!
Petersilie hacken, Knoblauch pressen oder stifteln.
Glatte Petersilie
In einem weiten Topf oder Pfanne mit Deckel den Knoblauch kurz andünsten, die Vongole dazu geben und sofort den Deckel drauf!
Parallel dazu die Spaghetti garen
Wenn die Vongole offen sind, sind sie gar. Die Vongole mit dem Sud mit den Spaghetti mischen, Persilie und etwas Pfeffer drüber…und fertig ist ein Traumgericht!
Spaghetti Vongole
Für uns ist diese klassische einfache Variante gigantisch.. Tomaten und Wein usw. Passen für uns eher zu den kräftigeren Miesmuscheln.